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Der kleine Herr Friedemann
Entstehung
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ihr ausging, auf eine wundervolle Geschichte. Oderer ließ sich vielleicht das Bild des Vaters zeigen,eines freundlichen Herrn mit grauem Backenbart.Er befand sich im Himmel, sagte die Mutter, underwarte dort sie alle.

Hinter dem Haufe war ein kleiner Garcen, indem man während des Sommers einen guten Teildes Tages zuzubringen pflegte, trotz des süßlichenDunsies, der von einer nahen Zuckerbrennerei fastimmer herüberwehte. Ein alter, knorriger Malnuß-baum siand dort, und in seinem Schatten saß derkleine Johannes oft auf einem niedrigen Holzsesselund knackte Nüsse, während Frau Friedemann unddie drei nun schon erwachsenen Schwestern in einemZelt aus grauem Segeltuch beisammen waren. DerBlick der Mutter aber hob sich oft von ihrer Hand-arbeit, um mit wehmütiger Freundlichkeit zu demRinde hinüberzugleiten.

Er war nicht schön, der kleine Johannes, undwie er so mit seiner spitzen und hohen Brust, seinemweit ausladenden Rücken und seinen viel zu langen,mageren Armen auf dem Schemel hockte und miteinem behenden Eifer seine Nüsse knackte, bot ereinen höchst seltsamen Anblick. Seine Hände undFüße aber waren zartgeformt und schmal, und erhatte große, rehbraune Augen, einen weichge-fchnittenen Mund und feines, lichtbraunes Haar.Obgleich fein Gesicht so jämmerlich zwischen denSchultern saß, war es doch beinahe schön zu nennen.

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