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aus schwerem Golde und nimmt keinen Dank dafür!"Onkel Justus indessen ist, als er von einem anderenPaten hörte — Stephan Kistenmaker, des KonsulsFreund, wurde genannt — in so hohem Grade pikiertgewesen, daß man ihn dennoch herangezogen hat;und der goldene Becher, den er gespendet, ist zuThomas Buddenbrooks Befriedigung nicht über-trieben schwer.
Und der zweite Pate? Es ist dieser schneeweiße,würdige, alte Herr, der hier mit seiner hohen Hals-binde und seinem weichen, schwarzen Tuchrock, ausdessen Hinterer Tasche stets der Zipfel eines rotenSchnupftuches hervorhängt, sich in dem bequemstenLehnstuhl über seinen Krückstock beugt: BürgermeisterDoktor Oeverdieck. Es ist ein Ereignis, ein Sieg!Manche Leute begreifen nicht, wie es zugegangenist. Guter Gott, es ist doch kaum eine Verwandt-schaft! Die Buddenbrooks haben den Alten an denHaaren herbeigezogen. . . Und in der That: esist ein Streich, eine kleine Jntrigue, die der Konsulzusammen mit Mme. Permaneder eingefädelt hat.Eigentlich, in der ersten Freude, als Mutter undKind in Sicherheit waren, ist es bloß ein Scherzgewesen. „Ein Junge, Tony! — Der soll denBürgermeister zum Gevatter haben!" hat der Konsulgerufen; aber sie hat es aufgegriffen, und ist mitErnst darauf eingegangen, worauf auch er sich dieSache wohl überlegt und dann in einen Versuch ge-willigt hat. So haben sie sich hinter Onkel Justusgesteckt, der seine Frau zu ihrer Schwägerin, der